Ich befinde mich in einem Haus, das ich noch nie gesehen habe, das mir aber bekannt vorkommt. Plötzlich überkommt mich das Gefühl, dass mein
Lebenspartner mich verlassen hat (es geht hier um meinen Ex-Freund, den ich verlassen haben weil er mein Kind schlecht behandelte) und renne ein Stockwerk höher, öffne eine Türe und sehe, dass
das Zimmer ausgeräumt ist, wie ich vermutet hatte. Auf dem Boden im Abfall finde ich ein Armband, das ich ihm selbst gebastelt habe (was ich nie getan habe). Wütend stampfe ich hinaus und rege
mich darüber auf, dass er weg ist, ohne mir den Zweitschlüssel gegeben zu haben.
Das Haus ist voll chaotisch, sieht auch wie im Kriegszustand aus. Draußen ist es viel zu hell. Ich renne von Zimmer zu Zimmer, und jedes Zimmer ist genauso chaotisch.
In einem der Zimmer finde ich meinen behinderten Cousin, der im Bett liegt und schläft. Ich streichle über seinen Kopf und sage ihm, er soll schlafen. Ich sehe zu den Wänden, und da kleben
seltsame schwarze Algen, oder die Tapete löst sich und ist verschimmelt, keine Ahnung.
Ich mache die Tür zu und gehe runter in die Küche. Auch dort herrscht eine Schweinerei. Ich öffne den Kühlschrank und hole die Butter heraus
und will mir ein Brot damit streichen, aber das Brot löst sich auf, als ob es in Wasser gelegen wäre. Angewidert schmeiße ich das Brot weg und gehe in den unteren Stock auf ein Zimmer am Ende des
Flures zu, das Wohnzimmer, dort finde ich noch mal ein Zimmer. Als ich es öffne, ist dort ein hellgrünes Bad, jedoch sind die Wände mit Klopapier bedeckt. Angewidert ziehe ich die Tür zu, setze
mich ins Esszimmer an den Tisch, da kommen zwei fremde Kinder herunter gerannt, und plötzlich steht eine Freundin von mir neben mir, und ich sehe aus dem Fenster raus und erkenne ein altes
Backsteingebäude, ein öffentliche Haus, ich vermute Bahnhof. Dort geht eine Frau mit langen blonden Haaren und einem rosa Trolly Koffer, und meine Freundin Julia rennt zu ihr. Ich denke in dem
Augenblick, dass es sich hierbei um ihre erste große Liebe handelt. Als sie zurückkommt, erzählt sie mir: "Stell dir vor, die hat mir gesagt, ich soll reingehen, ab 21 Uhr ist Sperrstunde!" Diese
Szenarien sind auch sehr hell. Sie ist total aufgedreht, und ich sehe die Frau hinter mir vorbeilaufen mit ihrem Trolly Koffer, während sie hinter einen Linienbus verschwindet. Ich schaue zu
meiner Freundin und frage sie, was ist jetzt, wollte sie hierher kommen? Sie nickt mir zu, und ich denke mir, die ist gerade abgehauen und wird nicht kommen, aber sage ihr nichts.
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Betrachten wir uns zuerst wieder einmal die Symbole. Ein Haus in einem Traum steht für das eigene Leben. So symbolisiert der
Dachboden oder das oberste Stockwerk den Kopf bzw. den Verstand, der Keller steht für den unbewussten Bereich, für dein tiefstes Inneres also. Und die Etagen dazwischen bedeuten jeweils Bereiche,
die wir auch im Körper finden, so ist z. B. eine mittlere Etage mit dem Herzzentrum gleichzusetzen etc.
Dieses Haus im Traum kommt dir bekannt vor, klar, es ist dein eigenes Leben, das du dir aber bisher kaum mal (wie von außen,
also mit einigem Abstand) angesehen hast.
Die im Traumzustand agierenden Personen sind nur äußerst selten reale Personen aus deinem Leben, vielmehr handelt es sich fast immer um Teile
von dir selber, Aspekte, die sicherlich Ähnlichkeit mit realen Menschen haben. Das kommt daher, weil die Energien dieser Menschen mit den Energien deiner Aspekte in Resonanz gehen und sich von
daher anziehen. Im Traum aber kannst du davon ausgehen, dass dieser Lebenspartner, der dich verlassen hat, ebenfalls ein Teil von dir ist. Ich könnte mir vorstellen, dass du dich
nach deiner Seele oder deinem Höheren Selbst sehnst und das Gefühl hast, dieser Teil von dir hätte dich verlassen.
Du rennst ein Stockwerk höher. Das könnte vielleicht die Etage sein, die mit dem Herzzentrum gleichzusetzen ist. Dann würde
der leere Raum, den du dort vorfindest, bedeuten, dass etwas in deinem Herzen fehlt. Prüfe selber: Liebst du genug? Hast du Liebe in dir oder läufst du durch die Welt auf der
Suche nach jemanden, der dich zuerst lieben soll? Liebe ist etwas, das zuerst in dir selber entsteht, bevor du es an andere verschenken kannst. Hast du keine Liebe in dir und vor allem: FÜR DICH
SELBER, dann kannst du auch niemandem im Außen davon geben und rennst herum auf der aussichtslosen Suche nach Liebe. Nahezu allen anderen geht es ebenso, alle suchen Liebe und wissen nicht, dass
sie sie bereits in sich haben. Sie müssen sie nur zulassen, damit sie im Herzen entstehen kann.
Im leeren Zimmer findest du auf dem Boden im Abfall ein Armband, das du diesem Lebenspartner gebastelt hast.
Bleiben wir bei den Symbolen: Das leere Zimmer ist dein leeres Herz, aber dort unten auf dem Grund des Herzens ist ein Band, ein konkretes Band sogar, wenn wir davon ausgehen, dass dein
Lebenspartner deine Seele ist. Du bist immer und ewig mit deiner Seele verbunden. Nichts kann euch jemals trennen. Und das bedeutet das Band! Auch wenn dein Herz vorübergehend ohne Liebe, also
leer, sein mag, da ist etwas, das dich auf ewig mit allen Teilen von dir selber verbindet!
Und dieses Band ist nicht nur auf dem tiefsten Grund deines Herzens, es liegt auch noch im Abfall. Du hast diesem Band bisher
einfach zu wenig Beachtung geschenkt. Aber da du es jetzt ja wiedergefunden hast, kannst du auf die Suche nach deinem Höheren Selbst gehen und die Liebe in dir zuerst einmal für dich selber
wieder entdecken. Alles, was du für dich selber tust, alles, was deinem eigenen Wohlbefinden dient, ist etwas, das du auch deiner Seele schenkst. Und sie wird da sein und nach dir sehen, wenn du
dich selber liebst, darauf kannst du dich verlassen!
Du bist wütend, dass dein Lebenspartner weg ist, ohne dir den Zweitschlüssel zu dem Raum dagelassen zu haben. Übersetzt
bedeutet das, du bist wütend, weil du das Gefühl hast, deine Seele hätte dich verlassen und alle Liebe aus deinem Leben mitgenommen, und ohne dir die Möglichkeit zu geben (das wäre der
Zweitschlüssel zu deinem Herzen), den Raum zu einem sicheren Raum zu machen.
Ein Schlüssel kann unter anderem auch dazu dienen, diesen Raum (dein Herzzentrum) zu einem Ort der Geborgenheit oder einfach einem „sicheren
Raum“ zu machen. Doch der einzige Schlüssel, den du dazu brauchst, ist Bewusstsein, Bewusstsein darüber, dass ein sicherer Raum entsteht, weil du dich dafür entscheidest, dass er sicher sein
soll.
Ich vermute mal, dass du eigentlich ärgerlich darüber bist, weil du dich unbewusst nach deinem Hohen Selbst sehnst und diesen Teil von dir
nicht fühlen kannst.
Du schreibst, dass das Haus voll chaotisch aussieht, wie im Kriegszustand. In jedem Zimmer das gleiche! Das Haus steht für
dein Leben, jedes Zimmer ist ein Bereich in deinem Leben. Es wird Zeit, bewusst daran zu arbeiten, dass die Dinge, die dein Leben ausmachen, auch geordnet werden. Beginne mit einem beliebigen
Bereich, ordne ihn und fahre so fort, bis alles so aussieht, wie du es am liebsten hättest. Versuche nicht, alles auf einmal zu machen, das kann nicht gelingen. Der Traum sagt dir aber deutlich,
dass du etwas tun musst.
In einem Zimmer (einem Lebensbereich von dir) findest du deinen behinderten Cousin schlafend vor. Dieser Cousin ist wiederum
ein Aspekt von dir selber, einer, den du als „behindert“ einstufst. Und er schläft! Dieser Teil von dir sollte aber wach werden und aktiv an deinem Leben teilnehmen. Auch die Behinderung ist eine
selbstgemachte. Finde heraus, welchen Teil in dir du selber behinderst, sei es durch Angst (Blockade) oder dadurch, dass du diesem Teil einfach nicht erlaubst, in deinem Leben aktiv zu sein. Gibt
es etwas, das du an dir selber nicht leiden kannst, vielleicht eine Eigenschaft, die du zu streng als schlecht bewertest und deshalb zurückdrängst?
Du streichst diesem Teil über den Kopf und willst also, dass er inaktiv (schlafend) ist. Die Wände zeigen Schimmel (oder Algen, die ja auch
nur entstehen, wenn etwas vergammelt). Der ganze Raum liegt brach. Das ist ein ganzer Bereich deines Lebens, den du verkommen lässt! Ein Teil von dir soll nicht aktiv sein, und der Bereich, in
dem er aktiv sein könnte, verkommt. Willst du wirklich nur einen Bruchteil deines Daseins leben, willst du dich wirklich selber so reduzieren?
Die Küche steht für Nahrung bzw. es ist das Symbol für geistige
Nahrung = Lernen, Erkenntnisse sammeln. Auch da herrscht „Schweinerei“. Brot und Butter bedeuten Nahrung, die sich vor deinen Augen auflöst, also nicht genießbar ist. Die geistige Nahrung in
einer solchen Umgebung, die du als Schweinerei bezeichnest, kann auch nicht genießbar sein. Machst du aber Ordnung in mehreren Bereichen deines Lebens, dann wird sich das Brot auch nicht mehr
auflösen, sondern nahrhaft sein.
Du gehst in den unteren Stock in das Wohnzimmer, also den Raum, in dem du dich vermutlich die meiste Zeit aufhältst. Der
untere Stock ist der unbewusste Bereich!
Dort ist auch das Bad. Als Symbol steht es für den Bereich, in dem wir uns reinigen. Es ist hellgrün. Grün steht für
Hoffnung, für Empfindungen und für die Beziehung des Träumers zur Wirklichkeit und das einfache Leben, dem er mehr Beachtung schenken sollte. Die Farbe Grün bringt Liebesglück, Freude und
Wohlstand. Jedoch sind die Wände mit Klopapier bedeckt, wovon du angewidert bist. Das, was dir also Glück, Freude und Wohlstand bringen könnte, ist mit Unrat verschmutzt. Du kannst es reinigen,
wenn dir klar ist, inwiefern du diesen Bereich überhaupt verschmutzt! Es handelt sich um einen Bereich, in dem du eigentlich Erholung und Regeneration erfahren können solltest, es aber nicht
tust, weil immer jemand um dich herum ist, der mit seinen Worten und Gedanken (geistigen) Müll auf dich herabregnen lässt! Es ist erforderlich, dass du jeden Tag etwas Zeit mit dir selber und
deinen eigenen Gedanken verbringst. Spaziergänge in der Natur reinigen dich ebenfalls, Bäder in einem See oder wenigstens der Badewanne (da mit Düften und guter, leiser Musik, die entspannt
etc)
Du setzt dich ins Esszimmer an den Tisch, also dort, wo die Nahrung, die geistige Nahrung, serviert werden sollte. Ich deute
es so, dass du diese Nahrung (lernen, erfahren) auch gern haben willst.
Die Kinder, die auftauchen, gehören in den Bereich der Gefühle.
Sie sind dein „inneres Kind“, also das kleine Kind, das du mal gewesen bist, neugierig, verspielt, voller Freude und Lust am Sein. Dieses Kind bzw. die Kinder kommen herunter in den unbewussten
Bereich, in dem du dich aufhältst. Die Freundin bist auch wieder du selber, ein anderer Teil von dir, mit dem du dich gut verstehst (wir verstehen uns leider nicht immer so gut
mit allen Teilen von uns selbst).
Du siehst aus dem Fenster (= Aussicht, du siehst also in die Ferne, in die Zukunft) und dort erkennst du einen
Bahnhof, der gewissermaßen eine Schaltstation in unserem Leben zu etwas Neuem ist. Tiefenpsychologisch gesehen ist der Bahnhof das Unbewusste selber, das uns helfen will, „den
richtigen Zug“ nicht zu verpassen.
Die auftauchende Frau mit den langen blonden Haaren ist interessant. Es kann sich hierbei gut um dein Höheres Selbst, deine Seele, handeln.
Deine Freundin (ein Teil von dir) rennt zu ihr hin, und du denkst, dass es sich dabei um ihre erste große Liebe handeln könnte. Dieser Teil ist dann ja auch ganz aufgeregt. Daraus schließe ich,
dass es eine sehr berührende Begegnung gewesen war, eine eher außergewöhnliche Begegnung mit einem außergewöhnlichen Teil von dir (und somit auch von ihr)!
Die Sperrstunde sagt aus, dass du dich abends und nachts mehr dir selber widmen solltest. Eine gute Idee ist es, wenn du
abends vor dem Einschlafen beschließt, im Traumzustand zu deinem Höheren Selbst zu gehen und „Zeit“ mit ihm zu verbringen. Wenn du es dir vornimmst, geschieht es auch so. Wenn du keine besondere
Absicht hast, dann spazierst du einfach so auf den anderen Ebenen herum, ohne Ziel.
Bei dem rosa Koffer handelt es sich um ein Versprechen. Er steht für ganz viel Liebe!
Die Freundin, also der eine Teil von dir, weiß, dass die Seele mit all ihrer Liebe kommen wird, aber du, der du im menschlichen Körper bist
und einen zweifelnden Verstand hast, glaubst das nicht. Vertraue mehr den Informationen, die du im Schlaf erhältst!